Das Hochfest Allerheiligen hat seine Wurzeln im Orient, wo man schon im 4. Jahrhundert - um Ostern herum - ein Gedächtnis aller Märtyrer beging: Im byzantinischen Kalender heißt der Sonntag nach Pfingsten heute noch „Sonntag der Heiligen“. Im Abendland gab es seit dem 7. Jahrhundert am 13. Mai ein Fest aller heiligen Märtyrer als Gedenktag der Einweihung des römischen Pantheons zu Ehren der seligen Jungfrau Maria und aller heiligen Märtyrer.
Das heutige Allerheiligenfest am 1.11. wurde zuerst in England und Irland gefeiert (8. Jahrhundert). Es hat sich dann allmählich im 9. Jahrhundert auf dem Festland durchgesetzt.
An Allerheiligen werden die Heiligen auf den Sockeln in unseren Kirchen besonders lebendig, denn sie sind auf unserem Pilgerweg heute noch leuchtende Vorbilder in der Christusnachfolge (auf dem Weg zu Gott): Viele Frauen und Männer haben sich durch den Glauben in die Tiefe des Geheimnisses des gekreuzigten und auferstandenen Jesus hineinziehen lassen. Und sie haben sich in die Welt senden lassen, - auf ihre je eigene Weise - das Evangelium durch Wort und Tat zu verkünden Durch ihr Beispiel und ihre Fürsprache dürfen wir uns ermutigt fühlen, die Berufung zur Heiligkeit ernst zu nehmen und dem Ziel der Verheißung freudig entgegen zu pilgern (vgl. auch Präfation vom Tag).