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Über das Sakrament der Krankensalbung machen sich die wenigsten Menschen Gedanken. Krankheit und Tod sind oft mit einem Tabu belegt. Und wenn es doch mal ernst wird, sind viele unsicher. Antworten auf häufige Fragen rund um die Krankensalbung sollen helfen Ängste abzubauen und Unsicherheiten zu nehmen.
Die Krankensalbung wurde ( und wird ) zu Unrecht oft als das Sterbesakrament, als die "Letzte Ölung" bezeichnet. Das ist aber nicht richtig. Das Sakrament der Krankensalbung ist im eigentlichen Sinn nicht - wie bisher oft geschehen - nur für jene da, die bereits vom Tod gezeichnet und gar nicht für jene, die schon gestorben sind. Oft war es so, dass die Verwandten den Pfarrer erst dann geholt haben, wenn der/die Kranke das Bewusstsein bereits verloren hatte, damit er/sie, sich nicht aufregen muss oder, so die Verwandten, er/sie meinen könnte, dass es dann zu Ende geht. Damit wird dieses Sakrament mißverstanden.
Durch die Neuordnung der Sakramente im Zusammenhang mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist klargestellt: Krankensalbung = Sakrament der Kranken.
Die Salbung sollte jedoch, dem ursprünglichen Sinn nach, den Kranken vor dem Tod retten und ihn gesunden lassen. Fast alle Menschen werden einmal krank. Manchmal geht die Krankheit rasch vorbei, manchmal bedroht sie das Leben. Viele Krankheiten verursachen nicht nur äußere Schmerzen, sondern stellen den Menschen auch vor innere Probleme.
Der Kranke erfährt die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit, wird in seiner Freiheit eingeschränkt, erlebt das Gefühl der Ohnmacht. Krankheiten bringen oft Sorgen, Angst und Verzweiflung mit sich. Vielfach reißen sie den Menschen aus dem normalen Leben und zwingen ihn zur Untätigkeit. Manchmal sind Krankheiten Vorboten des Todes. Krankheiten können den Glauben an Gott stärken oder in Frage stellen. Kranke machen Erfahrungen, die Gesunde nicht so leicht machen. In ihnen können Kräfte entstehen, die sie vorher nicht gekannt haben. Sie lernen Geduld zu haben, denken über sich selbst nach, wissen den Wert des Lebens und der Gesundheit mehr zu schätzen als früher, fragen nach dem Sinn ihres Daseins.
Wozu Krankensalbung?
Heute gilt: Einem Versorbenen kann die Krankensalbung nicht mehr gespendet werden (Rituale der Krankensalbung Nr.15). Bei einem plötzlichen Todesfall kann auch ein Priester gerufen werden um mit den Angehörigen die Totengebete zu sprechen.
Wenn nicht sofort ein Priester erreicht werden kann:
Die Angehörigen können auch miteinander für den Toten beten.
Im Gotteslob unter Nr. 608 stehen Vorschläge zum gemeinsamen Beten "Im Angesicht des Todes". Unter GL Nr. 608,3 und 608,4 steht jeweils ein Gebet das man unmittelbar vor und nach dem Verscheiden beten kann.